Исцеление человека: Христос и учение святого Григория Паламы

Во имя Отца, и Сына, и Святого Духа. Аминь.

Дорогие братья и сестры,

Евангелия сегодняшнего и завтрашнего дня рассказывают о многочисленных исцелениях, которые наш Господь и Спаситель Иисус Христос совершил над людьми. Сегодня – исцеление прокаженного, а завтра – исцеление парализованного. Исцеление больного всегда означает также исцеление его духа.

Der Aussatz ist die quälendste aller damals bekannten Krankheiten. Sie läßt den Menschen langsam zum Tode hinsiechen und ist mit dem Verfall des Menschen verbunden. Das ist der bloß irdische Mensch, der sich nicht öffnet für das Heilswirken Gottes. Das ist die Sünde; die Absonderung des Menschen von Gott.

Die Überlieferung unserer Kirche sagt, dass durch die Sünde Krankheit und Tod in die Welt bekommen sind. Adam und Eva haben von dem Baum der Erkenntnis gekostet im Truge, dass sie sein würden wie Gott, was der Teufel in Form der Schlange der Eva eingeflüstert hat. Das ist das, was der Teufel uns seit eh und je weißmachen will: Daß wir dem Wesen nach wie Gott sein können, und daß wir Gottes nicht mehr bedürfen.

Gott möchte uns aber der Gnade nach vergotten, mit uns eins werden, aus Liebe zu uns und durch unsere Liebe zu ihm.

Der Humanismus, der seit vielen Jahrhunderten in unserer Welt herumgeistert, frißt die Menschen auf und macht ihnen weiß, dass sie Gott nicht brauchen, daß der Glaube nur eine Privatsache sei, daß die Existenz Gottes nur vom persönlichen Glauben abhänge. Von wegen!

Letztlich möchte der Teufel uns dazu führen, nur auf uns selbst zu vertrauen, wie das Volk Amalek in der Bibel, der Todfeind Israels, des Gotteskämpfers. So siecht der Mensch langsam dahin und auch unsere Gesellschaft, unsere modernen westlichen Staaten siechten in den Jahrhunderten langsam dahin, weil sie Gott immer mehr vergaßen.

Wir sind heute an einem Punkt, wo vieles aus den Fugen gerät, wo sich zweifelhafte Machtstrukturen an die Spitze unserer Völker gesetzt haben, die auf den Prinzipien des Humanismus herumreiten, die Religion und alles Gewachsene zerstören wollen. Der Humanismus ist zu einem Trans-Humanismus geworden, der das Ziel hat, den Menschen durch Technologie und Computer zu ersetzen. Es geht aber nicht darum, dem Menschen damit zu helfen, sondern ihn abzuschaffen. Auch das ist der Aussatz der Gottlosigkeit.

Doch auch dies kann sich jederzeit ändern, wenn sich alles wieder Gott zuwendet.

Doch urteilen wir nicht über die Anderen. Seien wir wachsam und prüfen, wie viel dieses bloßen Humanismus noch in unseren eigenen Herzen steckt; wo wir tatsächlich Gott ausklammern und nur auf uns selbst vertrauen. Gott möchte, dass wir Amalek in uns ausrotten und dass Israel in uns herrsche. Daß das Heilige unser Herz erfülle und unser Leben bestimme. Es gibt keinen anderen Lebensquell als Gott. Es gibt keinen anderen Anker für uns als Jesus Christus von Nazareth. Ohne Ihn siechen wir dahin wie der Aussätze; so kommen wir langsam und qualvoll zum geistigen Tode. Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, rettet uns wie Er den Aussätzigen rettet. Wenden wir uns ihm in Liebe zu, heilt er uns von diesem Aussatz, von diesem bloßen Humanismus. Und lädt uns ein, zum Gottmenschentum (hl. Justin von Celje) zu gelangen; zum Theo-Humanismus; wodurch das wahre Anlitz des Menschen hervortritt. Denn nur aus der Liebe zu Gott ist wahre Liebe zu den Menschen möglich.

Das wahre Bild des Menschen, ist der Mensch, der seine Hände empor zum Himmel hebt; und nicht derjenige Da-Vinci-Mensch, der nur um sich selbst kreist, wie der fünfzackige Stern, der das Symbol des gottlosen Humanismus ist. Denn letzterer kann schnell zu einem Pentagram umgedreht werden. Die Liebe des Menschen nur zu sich selbst ohne Gott landet langsam aber sicher beim Haß und der Verachtung. Das ist die Falle. Durch seine Einladung an uns heilt uns Christus auch, dass wir wieder laufen können, weil uns das Kreisen bloß um uns selbst gelähmt hat; wie er den Gelähmten im Evangelium heilt.

Das ist die frohe Botschaft, das Evangelium, das Gott uns schenkt.

In diesem Sinne ist, denke ich, auch das Gedenken des hl. Gregor Palamas am morgigen Tage ztu sehen. Dieser große heilige Kirchenvater hat die heilige Orthodoxie im 14. Jhd. gegen die aufkommende Gefahr des Rationalismus, der durch die röm.-katholische Scholastik auch im Osten Einzug hielt, verteidigt. Daß jenseits der Gedanken und des Denkens an sich im geistigen Herzen des Menschen Kontakt mit Gott möglich ist; und die ungeschaffenen göttlichen Energien wahrgenommen werden können. Er bezog sich dabei auf das Herzensgebet der Mönche, welches im viel klareren und nüchternen Sinne in der Lage ist, die Wahrheit herauszuschälen, als jeder kluge Gedanke oder jede Spekulation. Der hl. Gregor Palamas hat gegenüber der Krankheit des Rationalismus des Westens das Heil Gottes herausgeschält, das Er an uns wirkt, und uns daran erinnert, durch welchen Kanal Gottes Heil kommt, wo wir Heil und Heilung empfangen können.